Polyester in der Mode: Warum Second Hand hier besonders wichtig ist

Polyester in der Mode: Warum Second Hand hier besonders wichtig ist

Polyester ist aus der Modewelt kaum wegzudenken. Ob Sportkleidung, Mäntel, Blusen oder Kleider – ein Großteil unserer Kleidung besteht heute ganz oder teilweise aus dieser Kunstfaser. Sie ist günstig, pflegeleicht und langlebig. Doch genau hier liegt auch das Problem.

Wer sich nachhaltig kleiden möchte, sollte wissen, was hinter Polyester steckt – und warum Second Hand gerade bei synthetischen Materialien einen echten Unterschied macht.


1. Was ist Polyester überhaupt?

Polyester ist eine synthetische Faser, die aus Erdöl hergestellt wird.
Das bedeutet:

  • nicht erneuerbar
  • energieintensive Produktion
  • fossiler Rohstoff als Basis

Im Gegensatz zu Naturfasern wie Baumwolle oder Wolle wächst Polyester nicht nach – es wird industriell erzeugt.


2. Mikroplastik: Die unsichtbare Gefahr beim Waschen

Eines der größten Probleme von Polyester ist Mikroplastik.

Bei jedem Waschgang lösen sich winzige Kunststofffasern aus der Kleidung. Diese:

  • gelangen über das Abwasser in Flüsse & Meere
  • werden von Tieren aufgenommen
  • landen langfristig in der Nahrungskette

Das Heimtückische: Mikroplastik ist mit bloßem Auge nicht sichtbar – aber dauerhaft in der Umwelt.


3. Warum Polyester trotzdem so häufig genutzt wird

Polyester hat Eigenschaften, die es für die Modeindustrie attraktiv machen:

  • günstig in der Herstellung
  • formstabil
  • knitterarm
  • schnell trocknend

Gerade im Fast-Fashion-Bereich ist Polyester deshalb Standard. Oft wird es mit anderen Fasern gemischt, um Kosten zu sparen.


4. Second Hand macht Polyester nachhaltiger

Und genau hier kommt Second Hand ins Spiel 💚

Polyester verschwindet nicht mehr – es existiert bereits in riesigen Mengen.
Second Hand sorgt dafür, dass:

✔ keine neue Kunstfaser produziert werden muss
✔ bestehende Kleidung länger genutzt wird
✔ weniger Neuware gekauft wird
✔ der ökologische Fußabdruck pro Kleidungsstück sinkt

Kurz gesagt:
Wenn Polyester schon da ist, dann sollte es so lange wie möglich getragen werden.


5. Tipps für den bewussten Umgang mit Polyester-Kleidung

Auch Second Hand lässt sich noch nachhaltiger nutzen:

  • seltener waschen (oft reicht Lüften)
  • niedrige Temperaturen
  • Waschbeutel gegen Mikroplastik verwenden
  • hochwertige Teile bevorzugen, die weniger Fasern verlieren
  • Kleidung reparieren statt ersetzen

So verlängerst du die Lebensdauer – und reduzierst Umweltbelastung zusätzlich.


6. Neu kaufen? Dann bewusst entscheiden

Wenn Neuware, dann möglichst:

  • recyceltes Polyester
  • langlebige, zeitlose Schnitte
  • hochwertige Verarbeitung

Doch die nachhaltigste Variante bleibt: Second Hand statt neu.


Fazit

Polyester ist ein fester Bestandteil unserer Kleiderschränke – und wird es auch bleiben. Die Lösung liegt nicht im radikalen Verzicht, sondern im bewussten Umgang. Second Hand Mode ist eine der effektivsten Möglichkeiten, die negativen Auswirkungen synthetischer Materialien deutlich zu reduzieren.


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