Naturfaser Leinen

Naturfaser Leinen

Lisa Samhammer11/8/17

Bereits die alten Ägypter beschäftigten sich um 5.000 v.Chr. mit dem Material Leinen oder Flachs. So wurden Mumien mit Leinen umhüllt. Auch die Römer überlieferten exakte Beschreibungen für die Verarbeitung von Leinen. Diese Verarbeitungsmethoden unterscheiden sich vom heutigen Prinzip kaum. Leinen hat bis heute sein hohes Ansehen als Naturprodukt bewahrt. Die Leinenfasern werden aus dem Stengel der Flachspflanze gewonnen. Langstielige und blühende Sorten werden zur Faserverarbeitung verwendet, während kürzere Sorten zur Leinölgewinnung genutzt werden. Die Verarbeitung des Flachs erfolgt durch raufen, riffeln, rösten, trocknen, brechen und hecheln. Klingt anstrengend, oder? Ist es auch: Leinen zählt unter anderem zu den edelsten und teuersten Stoffen. Und das zurecht - das Naturprodukt hat viele tolle bekleidungsphysiologische Eigenschaften, die es vor allem in den südlicheren Ländern sehr beliebt machen. Leinenstoffe fühlen sich frisch und kühl an, nehmen Feuchtigkeit schnell auf und geben diese auch wieder rasch an die Umgebung ab. Die Elastizität der Leinenstoffe ist allerdings sehr gering, weshalb Leinenkleidung stark knittert.